Photovoltaik Januar 2020

Der Januar ist traditionell nach dem Dezember der zweitschlechteste Monat des Jahres was die Produktion von Strom durch Photovoltaik angeht. Unsere Flachdach-Anlage leider aus zweierlei Gründen sehr unter dem flachen Sonnenverlauf:

  1. Wir haben die Module nach Ost und West aufgeständert. Das hat den Vorteil, dass wir wegen Verschattung keine Abstände zwischen den Reihen einhalten müssen und so mehr Module auf die Dachfläche bekommen. Der Nachteil ist aber gegenüber Südausrichtung, dass der Winkel zur Sonne wesentlich schlechter ist. Das heißt, die Sonnenstrahlen treffen in einem deutlich ungünstigeren Winkel auf die Module und dadurch wird deutlich weniger Energie erzeugt.
  2. Durch zwei 15 Meter hohe Laubbäume, die direkt an unserer südlichen Grundstückgrenze stehen, liegt unsere Anlage von Oktober bis Februar nahezu komplett verschattet. Der Effekt ist zwar im Frühling etwas abgemildert, wenn die Bäume entlaubt sind. Aber Einbrüche in der Gesamtleistung um 50 Prozent sind spürbar, wenn der Schatten über die Anlage wandert.

Aus diesen Gründen sind unsere Ertragswerte in diesen Monaten an sonnigen Tagen deutlich geringer, als bei Südanlagen mit einer Dachneigung zwishen 20 und 50 Grad. Dazu kommt, dass der Januar 2020 hier nördlich Hamburg extrem sonnenarm war. Prognistiziert waren für unsere Anlage ohne Verschattung 147 kWh. Erzeugt hat sie 102,2 kWh, also 70 Prozent. Bei einem Verbrauch von 301,9 kWh brachte das eine Autarkiequote von 28 Prozent. Dass nur 83,4 kWh verbraucht wurden, liegt daran, dass 2,5 kWh eingespeist wurden und 16,3 kWh wurden beim Ein- und Ausspeichern in Wärmeenergie umgewandelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.