Anzucht-Tagebuch – 23. Februar 2020

Der Februar neigt sich dem Ende entgegen und die Tage werden deutlich länger. Und nicht nur länger, trotz eines sehr verregneten Kurzmonats im Norden Deutschlands wird es jetzt auch bei Bewölkung spürbar heller. Daher haben wir uns entschlossen, unsere zweite Anzuchtstation zu eröffnen. Diese steht zwar an einem Nordfenster und ist damit eigentlich nicht ideal ausgerichtet. Allerdings geht dieses Panramafenster zu einem kleinen 9 m² großen Innenhof hinaus, der von weißen Wänden eingeschlossen wird. Und durch die Reflektionen dieser Wände fällt auch durch das Nordfenster sehr viel Licht ein. Als die Fassade vor einigen Jahren gestrichen wurde, hatten die Handwerker mit Sonnenbrillen gearbietet. weil eine weiße Fassade sehr viel Licht reflektiert. Man kennt den Effekt, wenn an einem sonnigen Wintertag der Schnee das Sonnenlicht zurückwirft.

Wie entwickeln sich unsere Jungpflanzen? Den größten Wachstumsschub leisten derzeit unsere Kohlpflanzen, allen voran die Kohlrabi. Die müssen sich auch sputen, denn in Kürze geht es ab ins Gewächshaus. Auch Rot-, Weiß- und Spitzkohl entwickeln sich gut. Ein wenig Sorgen macht uns der Blumenkohl, der sehr in die Höhe geschossen ist und noch keine sehr kräftigen Pflanzen ausgebildet hat. Auch die scharfen Chilis mickern ein wenig vor sich hin. Teils geben wir hier auch den Trauerfliegen die Schuld.

Neu in der Anzuchtstation sind die Tomatensorten Gelbe und Rote Murmel sowie die San Marzano. Außerdem die Paprikasorte Jolo und Physalis und Aubergine. Am Nordfenster stehen zudem sechs Kartoffeln, die experimentell schon früh ins Gewächshaus umziehen sollen.

Die wenigen Frosttage dieses Winters liegen schon Wochen zurück. Daher lohnte sich auch ein Blick nach draußen. Im Gewächshaus gedeiht unser Salat prächtig. Kein Wunder, liegen die Temperaturen im Treibhaus derzeit zwischen 5 und über 20 Grad. Wir überlegen, wie wir mit dem Erdreich im Glashaus umgehen. Pferdemist werden wir in diesem Jahr wohl noch nicht einbringen. Ein wenig Dünger, ein wenig Kompost und zum Auffüllen noch einmal frische Pflanzerde sollten reichen.

Im Freiland und in den Kübeln wachsen Feldsalat, Spinat und Knoblauch langsam vor sich hin. Auch die Zwiebeln, die wir im Herbst gesetzt hatten, legen nun los. Im kleinen Hochbeet wurden Bohnen und Radieschen eingepflanzt, hier tut sich aber noch nichts. Außerdem haben wir uns einige längliche ca. 40 cm hohe Maurerkübel zugelegt. Diese sind für unsere lange Einfahrt gedacht, in der im April die Kartoffel-Farm entstehen soll.

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