Anzucht-Tagebuch – 1. März 2020

Der März ist gekommen und schnell fällt der Blick wieder in den Anzuchtkalender. Was ist denn in diesem Monat dran? Es ist wirklich schwer, sich zurückzuhalten und nicht gleich alles auszusähen. Aber einige neue Keimlinge mussten nun doch in die Anzuchterde. Neu dabei sind: Pak Choi, Tomate Tschernij Prinz, Mangold, Zuckerschoten, Stangensellerie und Lauchzwiebeln. Außerdem bekamen wir von lieben Freunden zwei Butternut-Kürbis-Pflanzen geschenkt, die ebenfalls ihren Platz auf der nördlichen Anzuchtstation gefunden haben.

Die Ankunft des Märzen bedeutet aber auch, dass die Sonne schon wensentlich länger und höher am Himmel steht. Das ist gut für die Pflanzen, denn sie bekommen mehr Licht. Das ist aber auch gut für unsere Stromversorgung, denn wir bekommen unseren Hausspeicher mit der Photovoltaik fast täglich komplett gefüllt und kommen damit komfortabel durch die Nacht. Deshalb haben wir an diesem Wochenende den Frostwächter im Gewächshaus installiert. Er ist so eingestellt, dass er die Temperatur nicht unter 5 Grad absinken lässt. In der ersten Nacht musste er nicht aktiv werden, aber jetzt soll es wieder kälter werden, Wir sind gespannt, wie sich das Konzept entwickelt. Denn bis Mai steht unser Gewächshaus in der prallen Sonne. Dann haben die beiden Laubbäume im Süden ihr Blattwerk entwickelt und ab Mittags legen sich Schatten auf das Treibhaus.

Es ist uns bewusst, dass wir damit sehr früh dran sind. Aber durch unseren eigenen Solarstrom sind wir guter Hoffnung, dass wir der Natur so ein wenig auf die Sprünge helfen und die Pflanzzeit ein wenig verlängern können. Der Frostwächter ist so aufgestellt, dass der Fühler des Thermostats knapp über dem Erdboden hängt. In wenigen Tagen bekommen wir eine Lieferung Pferdemist, die bringen wir in den Boden ein und erzielen so eine natürliche Heizwirkung, die durch den Umwandlungsprozess der tierischen Hinterlassenschaften gestartet wird. Neben den Kohlrabi, die als erste im Gewächshaus eingepflanzt werden sollen, haben wir auch andere Kohlsorten wie Wirsing und Spitzkohl ab jetzt permanent im Gewächshaus stehen.

Und gibt es auch schon etwas zu ernten? Ja klar. Den ganzen Winter über pflücken wir schon frischen Salat aus dem Gewächshaus. Der wächst zwar sehr langsam, aber stetig. Und auch heute gibt es wieder eine grüne Nachspeise direkt aus dem Garten.

Und wir haben noch eine weitere Aussaat zu verkünden: Die Klimawandelkartoffel. So getauft von einem netten Garten-Youtuber, der auf Grund der milden Witterung in diesem Winter die erste Erdknollen in seinem Gewächshaus versenkt hat. Wir haben uns gedacht, wir machen das Spielchen mit und haben in den lezten Wochen mehrere Kartoffeln der Sorte Linda auf der Fensterbank keimen lassen, die jetzt nach und nach in einem Pflanzkübel im Gewächshaus eingegraben werden. Auch hier sind wir gespannt, ob wir im Juni schon die erste Ernte einfahren können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.