So ein Mist – Pferdeäpfel im Gewächshaus

In dieser Woche bekamen wir eine ganz besondere Lieferung. Zwei große Eimer voll mit frischem Pferdemist. Und wofür das Ganze? Na klar, für das Gewächshaus. Seit Ende Februar haben wir den Frostwächter installiert, der in jeder Nach darauf achtet, dass die Temperatur nicht unter 4 Grad sinkt. Das klappt prima, vorallem, weil wir das überwiegend mit dem Strom von unserem eigenen Hausdach machen. In einer frostigen Nacht allerdings sprang unser Aufpasser doch so oft an, dass der Akku am nächsten Morgen leer war. Aber als wir morgens ins Gewächshaus schauten, war es dort drin – zumindest verglichen mit der Außentemperatur – muckelig warm.

Und so sind viele größere Pflanzen von der Aufzuchtstation am Südfenster schon jetzt ins Gewächshaus umgezogen, wo sie bei moderaten Temperaturen zu stattlichen Jungpflanzen heranwachsen. Darunter alle Kohlsorten, Lauch und Salate. Tomaten und Paprika lieben die Wärme und werden an sonnigen Tagen nur für kurze Zeit zur Gewöhnung an die frische Luft gebracht.

Vor diesem Hintergrund soll der Pferdemist gleich zwei Aufgaben erfüllen. Zum einen dient er als guter Nährstofflieferant für den Boden. Zum anderen soll er duch seinen Verrottungsprozess auch die Bodentemperatur hoch halten. Der Fühler vom Frostwächter hängt nämlich knapp über der Oberfläche. In der Regel der kälteste Platz im Gewächshaus, da kalte Luft schwerer ist und nach unten sinkt. Aber nun erhoffen wir uns einen ähnlichen Effekt wie bei einer Fußbodenheizung, wo es unten im Raum am wärmsten ist. in der vergangenen Nacht ist der Frostwächter nicht angesprungen, obwohl die Außentemperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt lagen.

Wir haben also die alte Erde aus dem vergangenen Jahr zunächst ausgehoben, haben dann zuunterst den Pferdemist eingebracht und mit dem Spaten klein gemacht. Dann kam die Alterde wieder drauf und ganz oben drauf haben wir noch eine Mischung aus humusfreier Komposterde und Pflanzerde aufgefüllt. Mehrere Hände voll Urgesteinsmehl in die oberste Schicht eingeharkt bringt die notwendigen Mineralien in die Erde und wenn die Kohlrabi-Pflanzen groß genug sind werden sie neben dem überwinternden Salat die ersten Bewohner der Gewöchshaussaison sein.

Achja, in den beiden Maurerkübeln sind unsere Klimawandel-Kartoffeln vergraben. Im runden Kübel haben wir ganz normale Kartoffeln der Sorte Linda vom Wochenmarkt vergraben, im länglichen Gefäß befinden sich spezielle Anzuchtkartoffeln der frühen Sorten Gemson und Goldmarie.

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