Schwerstarbeit für den Frostwächter

Klimawandel hin oder her. Mit frostigen Nächten muss auch in diesem milden Winter weiterhin gerechnet werden. Eine solche kalte Nacht haben wir gerade erlebt. -5 Grad waren angesagt und es wurde kalt Das stellte aber kein Problem für die Pflanzen in unserem Gewächshaus dar. Verschiedene Kohlsorten, sowie Porree, Erbsen und diverse Salate trotzten der Kälte erfolgreich. Verantwortlich dafür zeichnete unser Frostwächter. Unermüdlch sprang er ab Mitternacht immer wieder an und hielt die Temperatur im Treibhaus bei 4 Grad über Null. Selbst in dieser eisigen Nacht bediente der kleine Helfer sich dabei fast ausschließlich dem am Tage eingespeicherten Sonnenstrom. Lediglich 0,6 kWh Unterstützung aus dem öffentlichen Netz wurden benötigt, als unser Hausspeicher um 6 Uhr morgens leer war. In der Grafik unten rot eingezeichnet. Keine Sorge: Die beiden großen Verbrauchsbeulen waren das E-Auto. So viel verbraucht der Frostwächter dann doch nicht, schon gar nicht tagsüber, wenn die Sonne das Gewächshaus wieder aufheizt.

Am ersten wirklich durchweg sonnigen Frühlingstag Mitte März haben wir uns mal im örtlichen Garten-Großmarkt umgeschaut, was es dort schon zu kaufen gibt. Unsere Ausbeute: Neben einem Sack Anzuchterde haben wir Porree, Blumenkohl, Japanischen Wasabi und rote Kohlrabi erbeutet. Letztere, weil wir kein Saatgut dafür hatten, den Rest, um mal einen Vergleich mit unserer Eigenanzucht zu haben. Gerade Porree und Blumenkohl sind schon deutlich weiter als unsere Eigengewächse. Beide sind aber auch sehr anspruchsvoll in der Anzucht. Hier auf dem Foto unschwer zu erkennen links unser Porree und rechts der Gekaufte.

Die zweite Seite des Gewächshauses hat nun auch ihre Ladung Pferdemist erhalten. Hier haben wir die neuen Pflanzen aus dem Gartencenter eingesetzt und schauen dann mal, wie sie sich im Vergleich mit unserer Bio-Eigenzucht schlagen. Schon ganz schön Betrieb in unserem Gewächshaus. Der Porree muss bald ausgepflanzt werden. Wir machen uns da noch ein wenig Sorgen wegen der Frostverträglichkeit. Daher bekommt er noch ein oder zwei Wochen im Gewächshaus. Auch Rotkohl, Wirsing und Spitzkohl warten im Gewächshaus ungeduldig darauf, dass es nach draußen gehen kann. Von den Klimawandel-Kartoffeln ist noch nichts zu sehen. Die trauen sich wohl noch nicht.

Im Haus stehen weiterhin die wärmeliebenden Gewächse wie Chilis, Paprika und Tomaten. Die Tomaten, allen voran die Sorte San Marzano, haben wir inzwischen pikiert und in eigene Töpfe verpflanzt. Wir werden uns nun anschauen, wie sie sich darin entwickeln und dann die stärksten Pflanzen behalten. Denn wir haben noch einige andere Sorten, die wir angepflanzt haben. Desweiteren jetzt drinnen in der Anzucht: Die ersten Gurken: Mexikanische Minigurke und Wassermelonen.

Ansonsten haben wir das schöne Wochenende genutzt, um im Garten groß Reine zu machen. Direkt südlich an unser Grundstück angrenzend stehen zwei große Laubbäume von jeweils rund 15 Metern Höhe. Neben dem ärgerlichen aber nicht vermeidbaren Verschattungseffekt haben diese beiden Riesen auch zahlreiche Hinterlassenschaften in unserem Garten. DIe Kiefer versorgt uns mit mehr als reichlich Blattwerk und der Ahorn wirft tausende von Samen ab, die im Frühjahr regelmäßig unseren kompletten Garten mit Jungzöglingen übersähen. Jetzt ist die richtige Zeit, diese zu entfernen, sie sind schon gut greifbar, haben sich aber noch nicht so tief im Erdreich verwurzelt, dass es mühsam wäre, sie abzupflücken. Eigentlich könnten wir auch gut ohne die beiden Bäume. Aber sie speichern eine Menge CO2 und die Vögel fühlen sich darin sehr wohl.

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